6 Mikroabenteuer mit Stift und Papier

6 Mikroabenteuer mit Stift und Papier

Mikroabenteuer sind wertvolle Auszeiten vom hektischen Alltagsgetriebe. Dabei können wir Energie tanken und unsere Kreativität wieder ankurbeln. Die gute Nachricht: Mikroabenteuer lauern direkt vor unserer Haustür, sie kosten wenig (meistens nichts) und beanspruchen maximal 48 Stunden (meistens viel weniger). 

Mikroabenteuer lassen sich auch schreibend erleben. 6 Beispiele dafür findest du in diesem Blogartikel.

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Inhaltsverzeichnis

1. Kleiner Lauschangriff
2. Besuche einen Hundertjährigen
3. Perspektivenwechsel
4. Sternderl schauen
5. Fotostory
6. Schreibspaziergang

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1. Kleiner Lauschangriff

Für dieses Schreibabenteuer suche dir einen belebten Ort, zum Beispiel einen beliebten Spazierweg. Setze dich auf eine Bank und lass die Menschen vorbeiziehen. Dann schließe die Augen und höre hin, höre auf ihre Schritte. Ist es eine Person oder sind es mehrere, die vorbeigehen? Höre hin, was sie sprechen und schnappe dir ein Wort oder einen Satz auf. Öffne wieder die Augen und beginne mit diesem Wort oder dem Satz zu schreiben. Schreib einfach darauf los, ohne dich zu zensieren. Erlaube dir komische, schräge, witzige oder auch traurige Gedanken. Nach 10 Minuten beende das Schreiben, schau dem Treiben noch ein wenig zu und gehe weiter.

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2. Besuche einen Hundertjährigen

Bestimmt kennst du einen mächtigen Baum in deiner Umgebung. Nein? Dann erweitere dein Abenteuer und suche dir einen Baum. Hast du ihn gefunden? Setze dich unter den Baum und beginne zu schreiben. Beschreibe 'deinen' Baum, wie er da steht, Wind und Wetter trotzt, Vögeln, Eichkätzchen und anderen Bewohnern Unterschlupf bietet, Schatten spendet und sich der Sonne entgegenstreckt. Wie sind seine Blätter, wie die Wurzeln? Was hat er wohl schon alles erlebt? Wer könnte hier gesessen sein, gerade hier, wo du jetzt sitzt? Was haben du und dieser Baum gemeinsam? Schreibe eine Geschichte aus der Sicht des Baumes und lass ihn erzählen. Historische Fakten sind nicht relevant, schreibe aus deiner Fantasie. 

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3. Perspektivenwechsel

Aufi auf'n Berg (oder Hügel, oder auf die Aussichtswarte). Für dieses Abenteuer suchst du dir einen Aussichtspunkt, den du je nach deiner Kondition einfach erreichen kannst. Bevor du losgehst, schreibe dir auf, wie du dich jetzt in diesem Moment fühlst. Wirf einen Blick auf dein Ziel - den Berg, oder die Warte. Wie wird es sein, da hinaufzugehen? Was wirst du sehen? Was wird sich dir offenbaren? Lass dir ruhig Zeit, deinen Standpunkt zu beschreiben. Dann packe das Notizbuch ein und gehe los. Oben angekommen, beginne wieder zu schreiben. Wie war der Weg? Schau dich um, was siehst du? Beschreibe es in deinem Notizbuch. Was hat sich verändert? Was hat sich in dir verändert? Schreibe etwa 10 Minuten, wenn du in den Schreibfluss kommst auch gerne länger. Dann schließe dein Notizbuch und genieße nochmals die Aussicht. 

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4. Stenderl schauen

Sie kommen wieder die lauen Sommerabende und -nächte. Die beste Zeit, um die Sterne zu beobachten. Außerdem ist in der Nacht alles anders als am Tag. Es ist still(er), der hektische Alltagslärm ist weg. Besonders spannend ist es einen am Tag bekannten Weg in der Nacht zu spazieren und die unterschiedliche Atmosphäre wahrzunehmen. Genieße es und such dir einen Platz zum Schreiben. Nein, dass muss jetzt nicht unter der grellen Straßenlaterne sein. Auch die Handy-Taschenlampe darf aus bleiben. Schreiben im Dunkeln hat seinen ganz besonderen Reiz. Du wirst die Begrenzung deines Notizbuches fühlen. Beschreibe die Nacht, die Atmosphäre, was kannst du hören, fühlen, riechen? Welche Gedanken gehen dir durch den Kopf? .... Du fragst dich, ob du du das Geschriebene wieder lesen kannst? Ich bin davon überzeugt, dass was gelesen werden will, das kannst du auch lesen.

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5. Fotostory

Für die Fotostory schnapp dir dein Handy und spaziere los. Diesmal bleibt das Notizbuch zuhause! Auch für dieses Mikroabenteuer eignet sich ein Weg, den du schon gut kennst. Achte auf Details, versuche Dinge zu entdecken, die dir bis jetzt entgangen sind. Betrachte sie verschiedenen Blickwinkeln, von der Nähe, von der Ferne, von unten, von oben ... Gehe den Weg bewusst und mache Fotos ohne lange nachzudenken, warum du das jetzt fotografieren sollst. Zoome hinein in die Details und versuche noch eine weitere Perspektive zu gewinnen. Wenn du wieder zuhause bist, wähle aus den Fotos 5 aus und schreibe darüber. Das kann eine zusammenhängende Geschichte sein oder auch nur deine Gedanken zu den einzelnen Bildern. Lass dich überraschen, was an Text entsteht. 

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6. Schreibspaziergang

Immer ein Mikroabenteuer ist ein Schreibspaziergang. Darüber habe ich im Blogartikel 6 gute Gründe für einen Schreibspaziergang bereits berichtet. Und falls du mit gemeinsam oder in einer Gruppe einen Schreibspaziergang machen möchtest, so findest du hier mein Angebot dazu: Schreib- und Kreativspaziergänge.

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Abenteuer lauern gleich ums Eck. Ich wünsche dir viel Spaß bei deinen Mikroabenteuern. Und wenn du das eine oder andere Abenteuer ausprobiert hast, erzähle mir davon und hinterlasse gerne ein Kommentar. 

Wann auch immer du Bereit bist für den nächsten Schritt:

Einladung zum Schreiben

MO, 09. MAI 2022 19:00 - 20:00 | Schreibinar zum Thema Aufbruch
FR, 13. MAI 2022 08:00 -08:30 | Morgenseiten schreiben (kostenlos)
FR,  13. MAI 2022 10:00 - 13:00 | Kreativ- und Ideenworkshop: Kick-off für dein Projekt (online)
MO, 16. MAI 2022 19:00 - 20:00 | Schreibinar zum Thema Veränderung
MI, 18. MAI 2022 18:00 - 21:00 | Schreibzone - Schreib- & Feedbackgruppe
FR , 20. MAI 2022 08:00 -08:30 | Morgenseiten schreiben (kostenlos)
MI, 25. MAI 2022 18:00 - 19:30 | Kreatives Schreiben mit Tiefgang: 'Fabulous' - Das Tier in uns
MO, 30. MAI 2022 19:00 - 20:00 | Schreibinar mit dem Thema Horizonte

Abenteuer-Retreat Eisbaden & Schreiben
24. - 25. Juni 2022 im Naturparadies Weitental
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