Thema: Wie kann ich Begeisterung aufrecht erhalten?

Begeisterung kennt keine Noten

Ein nicht ganz ernst zunehmender Essay, Tipps, wie du Begeisterung aufrechterhalten kannst und eine Schreibübung - das findest du in diesem Blogartikel.

Inhaltsverzeichnis


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Essay - Begeisterung kennt keine Noten

Autorin: Rosa Pessl

“Danke Rosa setzen, das war nicht genügend! Das wird nichts!”, tadelte Professor Müller hämisch. Offenbar hatte er Spaß daran, mich vor der ganzen Klasse vorsingen zu lassen. Zumeist verstummte ich nach der ersten Strophe und brachte keinen Ton mehr heraus. Das Verstummen sollte sich fortsetzen. Selbst Jahre später war jede Geburtstagsfeier unter Kollegen eine Qual. Jetzt singen wir alle “Happy Birthday”. Während meine Kolleginnen und Kollegen Arien dahin schmetterten, mutierte ich zum Karpfen. Wenn überhaupt, bewegte ich ziemlich asynchron meine Lippen.

Dabei träumte ich einst davon, eine Rockröhre zu sein, wie Janis Joplin. Ich sah mich mit wallender wilder Lockenmähne auf der Bühne stehen und “Me and Bobby McGee” röhren. Professor Müller hat für solche Musik bestimmt nichts übrig, dachte ich mir. Da herrscht künstlerische Freiheit und kein Notendruck. Außerdem steckt nicht in jedem von uns eine gute Portion Sex, Drugs und Rock ’n’ Roll?

Bald erkannte ich, dass mit der Rockröhre, der E-Gitarre und Bad Riffs, das wird nichts.

Und daran ist nicht (nur) Professor Müller schuld. Lange Zeit erklärte ich mir, dass das Leben mit zu viel Sex, aber vor allem Drugs und Rock ’n’ Roll einfach ungesund sei. Schließlich starb Janis Joplin mit 27. Also suchte ich mir ein neues Idol. Ich schwor mir (und insgeheim auch Herrn Professor Müller): Eines Tages werde ich meinem Mann the sexiest “Happy Birthday” ever ins Telefon hauchen, so wie Marilyn Monroe. Aber die Sache hatte auch einen Haken: Marylin wurde gerade mal 9 Jahre älter als Janis Joplin und die Geschichte mit Mr. President verlief auch nicht gerade glücklich. Verflixt! Große Idole werfen große Schatten.

Ich besuchte Rockkonzerte und in bierseliger Runde legte ich langsam, aber sicher mein Karpfen-Dasein ab. Ja, je bierseliger die Runde, desto lauter traute ich mich singen. Dabei war ich als Einzige nüchtern. Meistens zumindest.

Zunehmend erkannte ich mein musikalisches, speziell mein Gesangstalent liegt wirklich sehr im Verborgenen. Also sang und singe ich - im Verborgenen. Unter der Dusche zum Beispiel oder beim Autofahren. Meine Mutter würde es so beschreiben: Laut, falsch, aber mit voller Begeisterung. So brause ich begeistert mit Janis Joplin, Tina Turner, David Bowie & Co über die Landstraßen und Autobahnen (ja ich bin ein Kind der 70er).

Manchmal jedoch merke ich vor lauter Begeisterung nicht, dass ich mit meinem Auto bereits sehr urbane Umgebungen erreicht habe. Ich halte an der Ampel. Eindringliche Blicke sind auf mich gerichtet. “Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich doppelt ungeniert”, denke ich mir und stelle mir vor, dass auf der Nebenspur Professor Müller hält. Ich würde ihn hämisch angrinsen. Herr Professor, ich habe gelernt laut, falsch, aber mit Begeisterung zu singen. Danke, Herr Pädagoge …“ Nun ja, lassen wir an dieser Stelle die Bewertung von Herrn Professor Müller weg. Ich kann singen, wie und mit welchem (Unterhaltungs-)Wert, das steht auf einem anderen Blatt.

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Warum dieser Essay?

Nun, wie du es vielleicht schon vermutest, ich hatte niemals ernsthafte Ambitionen, eine Gesangskarriere zu starten. Mein Essay ist also nicht als Trauerrede für mein unentdecktes Gesangstalent zu verstehen, sondern viel mehr meiner Begeisterung für das Schreiben und dem Wunsch, dich ein wenig zu erheitern, geschuldet.

Was ist Begeisterung und wie ist es möglich, sie aufrechtzuerhalten?

Begeisterung heißt “mit Geist erfüllt”. Doch was tun, damit der Geist lange und kontinuierlich erhalten bleibt. Was tun, damit er nicht entfleucht und aus der belebenden Begeisterung Erschöpfung wird? Dazu finde ich die 3-P-Strategie sehr hilfreich. Auf das Wesentliche heruntergebrochen sind die 3 P’s Pause, Plan und Profit. Aber lies einfach weiter.

Die 3-P-Strategie

Erstes P, wie Pause

Jene, die Sport betreiben, wissen es: Pausen sind wichtig. Okay, beim Sport klingt es jetzt mal sehr plausibel. Aber beim Schreiben oder beim Lesen? Ich war jedenfalls sehr erstaunt, als mir meine Schreibtrainerin erzählte, dass man auch einen “Schreibmuskelkater” bekommen kann. Tatsache ist: Pausen bringen frischen Wind in jedes (Schreib-)Projekt und bewahren uns vor Erschöpfung; vor dem Burn-out.

Zweites P, wie Plan

Wer so wie ich nicht aus täglichen Disziplinen heraus seine Motivation aufrechterhalten kann, der braucht einen guten Plan. Brachiale Gewalt ist fehl am Platz und aktiviert meine Fluchtbereitschaft. Keine gute Voraussetzung also, um mich auf den Hosenboden zu setzen und loszuschreiben. Kleine und kleinste Etappenziele helfen mir dabei, dranzubleiben. Schnell sind Erfolge spürbar und motivieren weiterzumachen. Also kleine Häppchen und regelmäßige Pausen vereinen sich in einem Umsetzungsplan.

Drittes P, wie Profit

Niemand tut etwas, ohne davon zu profitieren und damit meine ich nicht (nur) den finanziellen Profit. Warum begeistert dich eine Sache? Was ist daran besonders reizvoll? Was bringt es dir, das zu tun, was du tust? Sobald wir vergessen, warum wir etwas tun, sinkt auch die Bereitschaft, Energie zu investieren und damit auch der Level der ursprünglichen Begeisterung. Als Unternehmer*in spielt der finanzielle Gewinn natürlich auch eine Rolle. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Geld mich zwar nicht sonderlich motivieren, sehr wohl aber grenzenlos demotivieren kann.

Und deine Begeisterung? 

Die Schreibübung

Was begeistert dich an deinem Thema / an deiner Arbeit? Ergründe dies mit einem seriellen Schreiben. Schreibe 10 Mal: An meiner Arbeit als …. begeistert mich [ … was? …

Ein Beispiel von mir:
An meiner Arbeit als Schreibtrainerin begeistert mich, dass ich kreativ sein kann.
An meiner Arbeit als Schreibtrainerin begeistert mich, dass ich Schreiben als Werkzeug nutzen kann.
An meiner Arbeit als Schreibtrainerin begeistert mich, dass ich meine Freude am Schreiben teilen und weitergeben kann.

…..
Insgesamt 10 Sätze

Los geht's und wie immer bei Schreibübungen, lass dich auch gerne überraschen.

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